Punktabsaugarme

Punktabsaugarme für Schweißrauch, Staub und Dämpfe

Punktabsaugarme erfassen luftgetragene Schadstoffe direkt an der Entstehungsstelle. Sie eignen sich besonders für Schweiß-, Löt-, Schleif- und Bearbeitungsplätze, an denen sich die Emissionsquelle während der Arbeit verändert.

In dieser Kategorie finden Sie flexible Absaugarme von Gram Clean Air in unterschiedlichen Durchmessern, Reichweiten und Bauformen – von kompakten Lösungen bis zu großen Wandarmen sowie ATEX-Ausführungen für entsprechend bewertete Einsatzbereiche.

Ihre Vorteile

✅ Schadstoffe werden direkt an der Quelle erfasst

✅ Flexible Positionierung am Arbeitsplatz

✅ Verschiedene Durchmesser und Reichweiten

✅ Wandmontage mit großem Bewegungsbereich

✅ Modelle für normale und explosionsgefährdete Bereiche

✅ Anschluss an mobile oder zentrale Absaugsysteme

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Punktabsaugarme für eine wirksame Erfassung direkt an der Quelle

Punktabsaugarme gehören zu den wichtigsten Erfassungselementen in der industriellen Luftreinhaltung. Sie werden dort eingesetzt, wo Rauch, Staub, Dämpfe oder Aerosole nicht an einer fest definierten Maschinenöffnung entstehen, sondern sich die Emissionsquelle während des Arbeitsprozesses verändert. Durch die bewegliche Konstruktion lässt sich der Absaugarm direkt an Werkstück, Schweißnaht oder Bearbeitungsstelle positionieren und nach jedem Arbeitsschritt neu ausrichten.

Die Wirksamkeit hängt dabei nicht allein vom Ventilator oder von der Filteranlage ab. Entscheidend ist, dass der Arm ausreichend nah an der Entstehungsstelle steht, der erforderliche Luftvolumenstrom tatsächlich erreicht wird und Durchmesser, Länge sowie Bauform zum Arbeitsplatz passen. Ein zu kleiner oder zu langer Arm kann den Druckverlust erhöhen und die Erfassung verschlechtern. Ein zu großer Durchmesser kann dagegen unnötig hohe Luftmengen und Betriebskosten verursachen.

In dieser Kategorie finden Sie

✔ Kompakte Absaugarme der Baureihen LGF und C-LGF

✔ Flexible Wandarme der Baureihen RGF und C-RGF

✔ Robuste Stahlrohrarme der Baureihen RFF und C-RFF

✔ Absaugarme mit innenliegender Tragkonstruktion der Baureihe TGI

✔ Lange Ausführungen mit schwenkbarer Absaughaube LE

✔ ATEX-Ausführungen für entsprechend bewertete Einsatzbereiche

Welche Bauform ist für welchen Arbeitsplatz geeignet?

Die Baureihen unterscheiden sich vor allem durch Tragkonstruktion, Luftführung, Reichweite und mechanische Belastbarkeit. Kompakte LGF-Arme eignen sich für kleine bis mittlere Arbeitsbereiche, während RGF- und RFF-Arme größere Arbeitsradien abdecken. Stahlrohrarme sind besonders formstabil und robust. Schlaucharme bieten dagegen eine flexible Luftführung und lassen sich häufig leichter an wechselnde Arbeitsplatzbedingungen anpassen.

Die TGI-Ausführung verwendet eine innenliegende Tragkonstruktion. Dadurch bleibt die Außenfläche frei und die Armkontur kompakt. Der LE-Arm mit schwenkbarer Haube ist für größere Erfassungsbereiche und lange Reichweiten ausgelegt, beispielsweise an ausgedehnten Schweiß- oder Bearbeitungsplätzen.

Vergleich der wichtigsten Punktabsaugarme
BaureiheKonstruktionTypische ReichweiteTypische AnwendungAuswahlhinweis
LGF / C-LGFKompakter SchlaucharmKurz bis mittelKleine Schweiß-, Löt- und SchleifplätzeDurchmesser und Schlauchtyp passend zum Volumenstrom wählen
RGF / C-RGFFlexibler WandarmMittel bis großUniverselle IndustriearbeitsplätzeReichweite und Bewegungsbereich nicht unnötig überdimensionieren
RFF / C-RFFStahlrohrarmMittel bis großMechanisch anspruchsvolle ArbeitsbereicheGewicht, Montagepunkt und Platzbedarf berücksichtigen
TGIInnenliegende TragkonstruktionMittel bis großArbeitsplätze mit freier AußenkonturBedienbarkeit und Einbausituation prüfen
LEStahlrohr mit schwenkbarer HaubeGroßGroße Schweiß- und BearbeitungsbereicheFreiraum, Haubenposition und erforderlichen Volumenstrom beachten
ATEX-AusführungenGeeignete Materialien und AbleitfähigkeitJe nach BaureiheEntsprechend bewertete explosionsgefährdete BereicheZone, Stoffdaten und Gesamtsystem gemeinsam bewerten

Auf kleineren Bildschirmen kann die Tabelle seitlich verschoben werden.

Durchmesser und Luftvolumenstrom

Der Anschlussdurchmesser bestimmt maßgeblich, welche Luftmenge mit wirtschaftlicher Strömungsgeschwindigkeit transportiert werden kann. Kleine Durchmesser sind für kompakte Erfassungsstellen geeignet, erzeugen bei hohen Luftmengen jedoch einen entsprechend hohen Druckverlust. Größere Durchmesser reduzieren die Strömungsgeschwindigkeit, benötigen aber mehr Platz und können bei zu geringer Luftmenge zu Ablagerungen führen.

Bei der Auslegung muss daher nicht nur der Arm betrachtet werden. Auch Haube, Schlauch, Rohrleitung, Bögen, Drosselklappen, Filter und Ventilator beeinflussen den verfügbaren Volumenstrom. Die Nennleistung eines Ventilators allein sagt nicht aus, welche Luftmenge an der Haube tatsächlich zur Verfügung steht.

Reichweite und Arbeitsplatzgeometrie

Ein Absaugarm sollte alle üblichen Arbeitspositionen erreichen, ohne ständig bis zum mechanischen Anschlag ausgezogen zu werden. Gleichzeitig bringt eine deutlich größere Reichweite als erforderlich meist keinen Vorteil. Mit zunehmender Länge steigen Eigengewicht, Bedienkräfte und Druckverlust. Vor der Auswahl sollten daher Arbeitsfläche, Werkstückgröße, Bewegungsrichtung und Montagehöhe möglichst genau bestimmt werden.

Schlaucharm oder Stahlrohrarm?

Schlaucharme sind vielseitig und können sich bei wechselnden Arbeitsplatzbedingungen gut anpassen. Stahlrohrarme sind formstabil, robust und bieten eine glatte Luftführung mit geringem Verschleiß an außenliegenden Schlauchabschnitten. Bei mechanischer Beanspruchung, Funkenflug oder hohen Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit kann ein Stahlrohrarm die bessere Wahl sein. Bei besonders flexiblen Arbeitsabläufen ist dagegen häufig ein Schlaucharm praktischer.

Typische Einsatzbereiche

✔ Schweißarbeitsplätze für MIG, MAG, WIG und Elektrodenschweißen

✔ Löt-, Klebe- und Reparaturplätze

✔ Schleif-, Polier- und Entgratarbeiten

✔ Labor-, Prüf- und Ausbildungsplätze

✔ Dosier-, Misch- und Umfüllprozesse

✔ Erfassung von Rauch, Dämpfen, Aerosolen und feinen Stäuben

Häufige Fehler bei der Auswahl

✔ Zu große Entfernung zwischen Haube und Emissionsquelle

✔ Zu kleiner Anschlussdurchmesser für den benötigten Volumenstrom

✔ Zu lange Armausführung ohne ausreichende Druckreserve

✔ Montage an einem ungeeigneten oder nicht ausreichend tragfähigen Untergrund

✔ Unzureichende Berücksichtigung von Werkstückbewegung und Bedienbereich

✔ Auswahl einer ATEX-Ausführung ohne Bewertung des restlichen Systems

Montage und Anschluss

Wandbeschlag, Deckenhalter oder Bodenständer müssen das Eigengewicht und die Hebelkräfte des vollständig ausgezogenen Arms sicher aufnehmen. Der Anschluss an das Rohrnetz sollte ohne unnötige Verengungen oder enge Bögen erfolgen. Flexible Anschlussstücke können Schwingungen reduzieren, dürfen aber nicht so lang oder weich ausgeführt sein, dass sie den Druckverlust unnötig erhöhen.

ATEX-Punktabsaugarme

Bei brennbaren Stäuben, Gasen oder Dämpfen muss die gesamte Absauganlage auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung betrachtet werden. Ein ATEX-Absaugarm allein macht ein System nicht automatisch explosionsgeschützt. Ventilator, Filter, Rohrnetz, Erdung, elektrische Komponenten und mögliche Zündquellen müssen zur Zoneneinteilung und zu den Stoffeigenschaften passen.


FAQ

Wie nah sollte die Absaughaube an der Quelle positioniert werden?
So nah wie praktisch möglich, ohne den Arbeitsablauf zu behindern. Mit zunehmendem Abstand nimmt die Erfassungswirkung stark ab und der benötigte Luftvolumenstrom steigt.

Welche Armlänge ist sinnvoll?
Die Länge sollte alle relevanten Arbeitspositionen mit etwas Reserve abdecken. Eine unnötig große Reichweite erhöht Gewicht, Bedienkräfte und Druckverlust.

Kann ein Punktabsaugarm an eine zentrale Filteranlage angeschlossen werden?
Ja. Voraussetzung ist, dass die Anlage den erforderlichen Volumenstrom am jeweiligen Arbeitsplatz bereitstellt. Bei mehreren gleichzeitig geöffneten Armen müssen Gleichzeitigkeit und Luftverteilung berücksichtigt werden.

Was unterscheidet RGF und RFF?
RGF-Ausführungen führen die Luft überwiegend über einen flexiblen Schlauch. RFF-Ausführungen verwenden pulverbeschichtete Stahlrohre und sind mechanisch robuster.

Wann ist ein TGI-Arm sinnvoll?
Wenn eine innenliegende Tragkonstruktion und eine freie Außenkontur gewünscht werden. Das kann bei engen Einbausituationen oder häufigem Kontakt mit dem Arm vorteilhaft sein.

Kann ein Absaugarm ohne Filteranlage betrieben werden?
Der Arm selbst kann an einen geeigneten Ventilator oder ein zentrales Abluftsystem angeschlossen werden. Ob die Abluft gefiltert oder ins Freie geführt werden darf, hängt von Schadstoff, Verfahren und betrieblichen Anforderungen ab.

Wie wird der benötigte Luftvolumenstrom bestimmt?
Er richtet sich nach Schadstoffart, Haubenform, Abstand zur Quelle und Störströmungen. Für eine belastbare Auslegung sollten Druckverluste des gesamten Systems berücksichtigt werden.

Wann ist eine ATEX-Ausführung erforderlich?
Wenn eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen kann und die Gefährdungsbeurteilung eine entsprechende Ausführung verlangt. Die Entscheidung betrifft immer das Gesamtsystem.

Beratung zur passenden Ausführung

Für die Auswahl sind Schadstoffart, Arbeitsradius, Montageort, Anschlussdurchmesser und verfügbare Luftleistung entscheidend. Bei größeren Systemen sollten Absaugarm, Rohrnetz, Filteranlage und Ventilator gemeinsam ausgelegt werden.

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